Das V-Modell unterscheidet vier Bereiche (Submodelle genannt) der Entwicklung: Systemerstellung, Qualitätssicherung, Konfigurationsmanagement und Projektmanagement. Die Bereiche stehen in enger Beziehung zueinander.
"Das Submodell KM stellt sicher, daß [!] Produkte eindeutig identifizierbar sind, Zusammenhänge und Unterschiede von verschiedenen Versionen einer Konfiguration erkennbar bleiben und Produktänderungen nur kontrolliert durchgeführt werden können" ( VMKB).
Die in diesen Bereichen zu bearbeitenden Produkte unterliegen im V-Modell einer definierten Abfolge von Zuständen und Zustandsübergängen, die in Abbildung "Zustände eines Produkts und seine Übergänge" dargestellt sind (Pfeile symbolisieren die möglichen Übergänge und die Kreise die möglichen Zustände).
Zustände eines Produkts und seine Übergänge
Mit dem Übergang von einem Zustand zum anderen ist in der Regel ein Wechsel an Zugriffsrechten verbunden. Die Verantwortlichkeit für den Zustandswechsel muss eindeutig definiert sein.
Darüber hinaus definiert das Submodell KM bestimmte Rollen und Dokumente.
Die Details des Submodells KM können hier nachgelesen werden.
Fazit
Das V-Modell macht konkrete Vorgaben in allen Bereichen des Konfigurationsmanagements. Konkrete Arbeitsanleitungen fehlen im generellen Prozessmodell, werden allerdings in einer Methodensammlung (in der lediglich ein Soll-Ist-Vergleich zur Ergänzung der Projekthistorie vorgeschrieben wird) zusammengefasst. Prozess und Dokumentenvorlagen unterstützen bei der Arbeit, jedoch werden immer ausschließlich generalisierte Vorgaben/Aussagen angeboten. Eine Anpassung ( Tailoring) des Modells an die Bedürfnisse des Projekts muss durchgeführt werden.