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 | |  |  | | Ausgangssituation |  | | Es besteht ein praktisches Problem, zu dessen Lösung Daten erhoben werden sollen. |  | | Durchzuführende Aktivität |  | Die Definition eines Maßes beginnt mit der Festlegung des Untersuchungsziels und daraus abgeleitet einer Identifikation von relevanten Merkmalen des Untersuchungsgegenstandes. Dies dient der systematischen Eingrenzung des untersuchten Realitätsausschnitts.
Hilfestellung bei der Beschreibung des Untersuchungsziels gibt beispielsweise die GQM-Methode (siehe auch [A Methodology for Collecting Valid Software Engineering Data]) mit ihrem GQM-Template. Das Template gibt fünf Dimensionen zur Beschreibung eines Untersuchungsziels vor und hat folgende Form:
| Analysiere das | <Objekt> | | zum Zwecke von | <Zweck> | | im Hinblick auf | <Fokus> | | aus der Perspektive von | <Betrachter/Perspektive> | | im Kontext von | <Kontext/Randbedingungen> |
- Objekt: Was ist der Untersuchungsgegenstand? Übliche Gegenstände sind Prozesse, Produkte, Ressourcen, Theorien, Modelle.
- Zweck: Welchem Zweck dient die Untersuchung? Übliche Motivationen (in Reihenfolge zunehmenden Anspruchs) sind Charakterisierung, Bewertung, Verbesserung, Kontrolle, Vorhersage.
- Fokus: Welches Merkmal des Objekts soll untersucht werden? Übliche Merkmale sind Kosten, Größe, Zuverlässigkeit, Qualität, Wartbarkeit usw.
- Perspektive: Wer ist der erwartete Nutzer der Untersuchungsergebnisse? Dies beeinflusst die Wertung der Messwerte als auch deren Darstellungsform. Mögliche Perspektiven sind die des Entwicklers, des Managers und die des Kunden.
- Kontext: Unter welchen Randbedingungen findet die Untersuchung statt? Dies hat Einfluss auf die externe Validität der Ergebnisse.
An eine solche Bestimmung des Untersuchungsziels schließt sich die Operationalisierung des als Fokus formulierten Ziels an. Operationalisierung bedeutet, es werden anhand des Untersuchungsgegenstandes konkret messbare Merkmale identifiziert, welche einen Einfluss auf den Fokus haben. Dies erfolgt üblicherweise in einem schrittweisen Verfeinerungsprozess an dessen Ende ein Qualitätsmodell mit von untereinander abhängigen Zielen und Teilzielen steht. Die FCM-Methode [Factors in Software Quality] gibt Anleitung zur Durchführung des Verfeinerungsprozesses. Ist der Fokus beispielsweise "die Wartbarkeit von Software bewerten", könnte ein Zwischenziel die Nutzung von Kapselung sein. Ein konkretes Merkmal ist die Anzahl von öffentlichen Attributen einer Klasse eines objektorientierten Systems. Die Wartbarkeit ist gut, wenn diese Anzahl möglichst gering ist.
|  | | Ergebnis der Aktivität |  | | Das Untersuchungsziel wurde beschrieben, insbesondere der Untersuchungsgegenstand und die relevanten Merkmale wurden identifiziert. |  | | Verwendete Technologien |  | GQM-Methode FCM-Methode |  |
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|  | |  |  |   | Realisiert |  |  |  | |  |  |  |  |  | Zielbestimmung |  |  |  |  |  | Literaturhinweise |  |  |  | |  |  | |  |  | |  |  |  |  |  | Glossar |  |  |  | |  |  |  |  |  |  |
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