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Verfahren
Projektorganisation im Contextual Design
Methode/Technik:12100
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Beschreibung
Contextual Design geht davon aus, dass das Produkt, das erstellt wird - die Computeranwendung -, wesentlich durch die Entscheidungen des Design-Teams geprägt wird. Dieses Team setzt sich aus Designern und Betroffenen (Kunden) zusammen. Da es erheblichen Einfluss auf die Systemgestaltung hat, ist es wichtig, auf eine angemessene Repräsentation der späteren Nutzer des Produktes im Design-Team zu achten. Das gilt ebenso für Veränderungen der Arbeitsprozesse oder Organisationsstrukturen, die damit einhergehen können.

Um zu bestmöglichen Ergebnissen zu kommen und dabei keinen Blickwinkel zu vernachlässigen, werden den Mitgliedern des Design-Teams explizit Rollen zugewiesen, je nach Tätigkeit oder Qualifikation der Einzelnen. Diese Rollen dienen vor allem dazu, Arbeitstreffen und Diskussionsprozesse besser zu strukturieren und voranzutreiben.

Für die Arbeitsteilung im Designprojekt wird von zentralen Rollen wie Marketing, Kunden-Engineering, Management und Usability ausgegangen. Diese Rollen sollten im Design-Team vertreten sein. Es findet zuerst eine grundsätzliche Aufteilung in Designer und Kunden statt.

Die Designer können sich z.B. aufteilen in Interviewer, Arbeitsmodelldesigner, Moderatoren, Prototypen- bzw. Programmentwickler. Je nach Qualifikation und je nach Projekt kann ein Designer auch mehrere Rollen übernehmen. Wenn es um die Interpretation der gesammelten Daten geht, ist es im Sinne des kunden-zentrierten Designprozesses so möglich, dass die Designer ein gemeinsames Verständnis für die Arbeitsprozesse und Bedürfnisse der Kunden entwickeln.
Während der Erstellung der Computeranwendung wird die Arbeit einerseits in Teilarbeiten zergliedert, andererseits wird für Kooperation und Koordination der Designer untereinander gesorgt.

Unter dem Begriff "Kunden" werden hier Kunden, Auftraggeber, Nutzer und Betroffene zusammengefasst. Diese so genannten Kunden geben den Auftrag für die Entwicklung der jeweiligen Computeranwendung, sie werden interviewt, beteiligen sich an der Interpretation der von den Designern erstellten Modelle, wirken an der Konsolidierung mit. Je nach Bedarf werden Rollen wie Moderatoren oder Protokollanten vergeben.

Es wird empfohlen, grundsätzlich funktionsübergreifende Teams zu bilden. In diesen funktionsübergreifenden Teams sollten alle Perspektiven, die das Endprodukt bestimmen sollen, vertreten sein.

Bei der Durchführung eines Projekts sollte gewährleistet sein, dass Einzelne am Projekt Beteiligte immer wieder die Möglichkeit bekommen, sowohl individuell als auch gemeinsam an projektbezogenen Dingen zu arbeiten, über diese Dinge nachzudenken und darüber miteinander zu diskutieren. Auf gut funktionierende Kommunikationsflüsse zwischen den für das Projekt wesentlichen Akteuren wird großen Wert gelegt.
Daher macht es für das Design-Team Sinn, den größten Teil der Arbeit im Designprozess in einem gemeinsamen Arbeitsraum durchzuführen. Denn für das Gelingen des Designprojektes ist es förderlich, Ideen, Beobachtungen und Kritik - nicht zuletzt mit den Kunden - möglichst direkt austauschen zu können. Ein solcher "Teamraum" spielt zudem eine bedeutende Rolle für ein positives Klima innerhalb des Teams. Im Teamraum bildet sich eine Art "Projekt-Gedächtnis", das durch Austausch der Erfahrungen der Einzelpersonen entsteht und - im Idealfall - eine gemeinsame Verantwortung fördert.

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