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Verfahren
Methodik und Vorgehen beim Contextual Design
Methode/Technik:12156
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Beschreibung
Methodik und Vorgehen des Contextual Design stellen sich im folgenden Ablauf dar (die einzelnen Punkte werden auf den nächsten Seiten noch ausführlich behandelt).

Der Ausgangspunkt dabei ist die grundsätzliche Einbeziehung des Arbeitskontextes der betroffenen Personen in den Designprozess der Software (und/oder der Umgestaltung des organisationalen Kontextes, der dazu nötig sein kann, aber nicht muss). Am Ende soll ein Produkt stehen, das sowohl durch den Input der Design-Experten als auch durch die Implikationen der konkrete Arbeitspraxis und der dort arbeitenden Personen entstanden ist. Es handelt sich also um eine Designpraxis hin zu einem brauchbaren Produkt, welches den Anforderungen der Anwender so gut wie möglich entspricht.

Zuerst dient das Contextual Interview - Interview im Kontext dem Verständnis der Arbeit der Kunden. Es werden diesbezügliche Daten/Informationen gesammelt.

Dann folgen Schritte zur Verdichtung der Erkenntnisse aus den Contextual Interviews, die dazu dienen, ein möglichst klares Bild der Anforderungen für den Designprozess zu erhalten. Die Informationen werden systematisch in Form von Arbeitsmodellen entsprechend den fünf Modell-Typen (s. Arbeitsmodelle des Contextual Design) kategorisiert. Im Design-Team werden die Erkenntnisse während dieser Phase in Interpretationssitzungen diskutiert und interpretiert. Mit diesen Schritten können gleichzeitig die Strukturen des Arbeitskontextes herausgearbeitet werden.

Konsolidierung. Die damit vorliegenden Ergebnisse der Interpretation werden durch weitere Verfahren (Contextual Design: Diagramme, Ablaufpläne, Prototypen-Interviews) systematisch konsolidiert, so dass sich das weitere Vorgehen zum Design hin ergibt. Es werden Schlüsse aus den erhobenen Arbeitsbeispielen gezogen, die zu für den untersuchten Kontext gültigen Mustern, Strukturen etc. führen.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen soll sich schließlich eine Design-Vision bzw. eine grundsätzliche Designidee ergeben, die alle Beteiligten überzeugt und der der gesamte weitere Designprozess folgt. Das Design bezieht sich auf die Computeranwendung wie auf die Organisation bzw. die Neu-Strukturierung der Arbeit.

Von zentraler Bedeutung ist hierbei ein zyklisches Vorgehen. Die Designer erstellen Glossar Mock-ups, v. a. Papier-Prototypen. Die Kunden arbeiten dann mit diesen Mock-ups. Nach der Nutzung holen die Designer von den Kunden Feedback ein. Danach werden die Mock-ups modifiziert und/oder erweitert.
Die Schrittfolge von Erstellung, Nutzung, Feedback und Veränderung wird gleichermaßen für System-Prototypen durchlaufen. In späteren Phasen des Projekts wird diese Schrittfolge auch von den System-Versionen durchlaufen. Bei diesem evolutionären zyklischen Vorgehen sollten kurze Zyklen gewählt werden.

Weiter zu: Contextual Interview - Interview im Kontext
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