Objektive Maße sind unabhängig von menschlicher Urteilskraft zu ermitteln. Die Messung bezieht sich ausschließlich auf „harte“ Merkmale des Untersuchungsgegenstandes. Meist liegt ein formales Modell des Messgegenstandes vor, dessen Merkmale automatisch ausgewertet werden. Folglich sind die Messwerte sehr spezifisch und können auf metrischen Skalen ( Intervallskala, Verhältnisskala (Rationalskala) und Absolutskala) ausgedrückt werden. Beispiele sind die Größe eines Programms als Anzahl von Quellcodezeilen, die Anzahl von gefundenen Defekten in einem Test und verbrauchte Zeit für eine Phase des Entwicklungsprozesses.
Messwerte subjektiver Maße werden hingegen durch menschliche Einschätzung ermittelt. Die Aussagen sind unspezifischer als bei objektiven Maßen, genaue Quantifizierungen sind selten möglich. Folglich werden in diesem Bereich meist Nominal- oder Ordinalskalen eingesetzt. Ein Beispiel ist die Verständlichkeit der Benutzerführung eines Programms, die anhand des Empfindens von repräsentativen Testpersonen ermittelt wird. Interviews oder Fragebogen sind übliche Messmethoden für solche Maße.