Maße können nach der Art des charakterisierten Gegenstandes klassifiziert werden. Im Bereich Software existieren drei wesentliche Klassen von Untersuchungsgegenständen:
Prozesse als zeitlich geordnete Abfolge von Aktivitäten (Prozessmaße)
Ressourcen als Gesamtheit aller Dinge, die zur Durchführung einer Aktivität notwendig sind (Ressourcenmaße)
Produkte als Resultate der Ausführung einer Aktivität (Dokumente, Code...) (Produktmaße)
Die Aktivitäten eines Prozesses unterliegen gewöhnlich einer zeitlichen Reihenfolge. Sie müssen nicht notwendigerweise linear angeordnet sein, sondern können teilweise parallel oder überlappend ausgeführt werden. Produkte gehen als Resultate aus der Ausführung einer Aktivität hervor. Sie können gleichzeitig eine notwendige Ressource zur Ausführung einer Folgeaktivität sein. Aktivitäten, zwischen denen eine solche Abhängigkeit besteht, können nur nacheinander ausgeführt werden.
Die Einordnung eines Maßes in eine dieser drei Kategorien ist nicht notwendigerweise eindeutig. Viele abgeleitete Maße verknüpfen insbesondere Produktmaße mit einem Prozess- oder Ressourcenmaß. Wirtschaftlich relevant ist oftmals die Frage nach der Produktivität. Generell stellt sie ein Verhältnis zwischen der Größe der Resultate einer Aktivität (Produktmaß, z.B. LOC) und der Größe der Aufwände (Ressourcen- oder Prozessmaß, z.B. investierte Arbeitszeit) dar. In dieser Klassifikation ist die Produktivität also ein gemisches Maß.
Beispiele einiger Prozess-, Ressourcen-, und Produktmaße