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Erfahrung
Erfahrungen aus Entwicklersicht
Erfahrung:15162
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Beschreibung der Erfahrung
Die bei der Durchführung der JWAM-Fallstudie gewonnenen Erfahrungen lassen sich hinsichtlich des JWAM-Teams und der Messgruppe unterscheiden:

Erfahrungen für das JWAM-Team:
Der eingeschlagene Weg, das Softwaresystem zu analysieren, war für die Mitglieder des JWAM-Entwicklungsteams vollkommen neu. Sie kannten zwar die Möglichkeiten, die sich durch die Benutzung von Metriken ergeben können, hatten jedoch vorher noch keine benutzt. So stellte die durchgeführte Bewertung einen völlig neuen Weg zur Analyse des Frameworks dar. Besonders der erste Durchlauf führte zu wertvollen Informationen. Einige dieser Informationen zogen Veränderungen nach sich, welche die Qualität des Systems verbesserten. Andere Metriken stellten interessante Informationen über die Größe und Struktur des Frameworks dar und waren für das Entwicklungsteam sehr interessant, wurden jedoch nicht zu Verbesserungen des Codes herangezogen.

Die wichtigsten der aus dem Experiment gewonnenen Erfahrungen sind:

  • Vermeidung von Redundanzen
    Um nachfolgende Assessments so interessant und wertvoll wie das erste zu gestalten, sollte jedes Assessment unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse und Kommentare abgewandelt werden. Wenn dann ein Assessment zu einem falschen Ergebnis führt, enthält der nächste Durchlauf nicht die gleiche (falsche) Empfehlung. Anderenfalls weisen die zukünftigen Assessments immer weniger interessante Fakten auf.


  • Herausfiltern des Extrakts
    Das JWAM-Team vertrat die Auffassung, dass der Assessment-Report von ein oder zwei Entwicklern des Frameworks nochmals "gefiltert" werden sollte, um eine kompakte Darstellung der wichtigsten Fakten des Reports zu erzeugen. Diese werden anschließend in der Architektur-Gruppe diskutiert. Die getroffenen Entscheidungen sollten auf speziellen Story-Cards festgehalten werden, die sich auf den Assessment-Report beziehen.


  • Integration der Lebenszyklen
    Eine weitere wichtige Schlussfolgerung betrifft den Zeitpunkt, an dem das Assessment am produktivsten ist. Aus Sicht des JWAM-Teams sollte eine metrikbasierte Qualitätsanalyse etwa einen Monat vor der Freigabe der neuen Version stattfinden. Dies würde sicherstellen, dass die auf Grundlage des Assessment-Reports erkannten Hauptschwachpunkte noch durch Refactoring-Maßnahmen behoben werden können. Im Vergleich dazu ist die Qualitätsanalyse einer bereits freigegebenen Version nicht sehr hilfreich, da sich einige der dabei gefundenen Anomalien auf Teile des Frameworks beziehen, die ohnehin aufgrund funktionaler Anforderungen geändert werden.
Das Assessment zeigte zudem, dass das JWAM-Team einen relativ guten Überblick über das eigene System besitzt. Viele der Empfehlungen und erkannten Anomalien waren dem Entwicklungsteam bereits bekannt. Die Anwendung des eXtreme Programming-Paradigmas, und dabei im Speziellen der "Collective Ownership"-Idee von XP, scheint der Hauptgrund für die solide Kenntnis des Frameworks zu sein.

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