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Verfahren
Adaptivität als Adaption auf Initiative des Systems
Methode/Technik:15801
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Beschreibung
Adaptivität beinhaltet eine vom System geleistete Adaption der Präsentation und Interaktion an die Besonderheiten des Benutzers. Von Adaptivität eines Systems spricht man dann, wenn die Adaption von Systemleistungen an den Benutzer während der Systemnutzung erfolgt. Wenn die Adaption bereits vor der Systemnutzung wirksam wird, spricht man von einem adaptierten System. Ein adaptiertes System ist ein effizienter Weg, wenn die Erfordernisse der Adaption für einen festgelegten Benutzerkreis im Voraus bekannt sind. Es braucht dann keine nachträgliche Veränderung und die dafür erforderliche Nutzungsauswertung vorgenommen zu werden.

Ziel der Adaption ist eine bessere Passung zwischen Präsentation und Interaktion einerseits und den Fähigkeiten, Präferenzen und Interessen des Benutzers andererseits. Im weiteren Sinn beinhaltet die Adaption über die Benutzermerkmale hinaus auch eine Berücksichtigung der Aufgabe und der genutzten technischen Komponenten sowie der aktuellen Umgebung des Benutzers. In diesem letzten umfassenden Sinn wird ein Glossar adaptives System zu einem
Glossar kontext-sensitiven System.

Zur Entlastung des Benutzers kann die Adaption automatisch durch das System erfolgen. Bei einer Adaption durch den Benutzer spricht man von Adaptierbarkeit oder Anpassbarkeit des Systems. Bei einer vollständig automatischen Adaptivität (Adaption seitens des Systems) erfolgt sowohl die Initiative als auch die Durchführung der Adaption durch das System. Aufgrund der Beobachtung (Afferenz) und Auswertung (Inferenz) des Benutzerverhaltens leitet das System automatisch eine Adaption ein und passt Interaktionselemente, Interaktionsmethoden oder Präsentationsformate an den Benutzer an (Efferenz).

Eine vollständige Initiative und Ausführung einer Adaption durch das System kann für den Benutzer inakzeptabel sein; er möchte möglicherweise die Entscheidung über die Systemhandhabung nicht (vollständig) an das System abtreten. Hier empfiehlt sich eine geteilte Initiative zwischen dem System und dem Benutzer [Literatur Oppermann, 1994], indem das System dem Benutzer zwar Vorschläge zur Adaption macht, aber der Benutzer aus diesen Vorschlägen auswählt und die passende Alternative bestätigt. Das System führt bei vom Benutzer wählbaren Adaptionen die von diesem gewählte Adaption technisch aus. Die Vorteile der geteilten Initiative für den Benutzer liegt in der Beibehaltung seiner Entscheidungskompetenz über die Adaption (keine Zwangsadaption), in seiner bewussten Wahrnehmung der Adaption (keine unbemerkte Adaption) und in seiner Entlastung bezüglich der Umsetzung der Adaption (keine Überfrachtung der Primäraufgabe mit Adaptionsausführungsaufwand).

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