Die Begriffe Reifegradmodell und Vorgehensmodell dürfen nicht verwechselt werden. Sie erfüllen verschiedene Aufgaben und werden auf unterschiedlichen Ebenen im Unternehmen eingesetzt.
Vorgehensmodelle regeln die Erarbeitung von Ergebnissen innerhalb eines Projektes. Sie sind ein Werkzeug des Projektmanagements. Unternehmen, die über größeres Know-how im Software-Engineering verfügen, setzen Standard-Vorgehensmodelle ein, die für die konkrete Projektdurchführung angepasst werden.
Reifegradmodelle hingegen helfen, die Organisation zu untersuchen und zu verbessern. Sie sind ein Werkzeug des Top-Managements zur Gestaltung des Unternehmens.
Beispiele für Vorgehensmodelle sind zu finden unter:
Reifegradmodelle sind nicht einfach Vorlagen für die Erstellung oder Anpassung von Vorgehensmodellen. Sie bieten dafür zwar auch Unterstützung, aber darüber hinaus helfen sie z. B. bei der Analyse und Verbesserung der aktuell eingesetzten Praktiken sowohl auf Projekt- als auch auf Unternehmensebene, bei der richtigen Positionierung von Verantwortlichkeiten oder bei der Installation von Kommunikations- und Eskalationswegen.