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 | |  |  | | Beschreibung |  | Zur Bewertung der Prozessreife einer Organisation führt das CMM fünf Reifegradstufen („Levels“) ein:
Level 1: „Initial“
Organisationen auf Level 1 verfügen über keine erkennbaren Planungsaktivitäten. Das bedeutet zwar nicht, dass Softwareentwicklung nicht möglich wäre, aber i. d. R. sind Qualität, Kosten und die Einhaltung von Terminen nicht vorherzusagen. Es ist sogar möglich, „gute“ Software zu entwickeln, jedoch beruhen solche Erfolge auf Leistungen Einzelner und sind meist nicht wiederholbar. Jede Organisation, die irgendwie Software entwickelt, ist mindestens auf Level 1.
Typisches Kennzeichen von Projekten aus Level-1-Unternehmen sind häufig notwendige Nacharbeiten.
Level 2: „Repeatable“
Level 2 setzt grundlegende Projektplanung voraus. Alle Projektschritte sind geplant und werden dokumentiert. Ziel ist dabei, das Projekt- und Arbeitsumfeld vor möglichem Chaos zu schützen, so dass die Entwickler ihre Arbeit professionell erledigen können und dadurch Raum für Kreativität gewinnen. Projekterfolge sind nachvollziehbar und wiederholbar. Es existieren mehrere, parallel laufende und separat zu betrachtende Teilprozesse, unter anderem Projektplanung, Verfolgung des Projektfortschrittes, Anforderungsmanagement, Qualitätssicherung und Konfigurationsmanagement.
Organisationen auf Level 2 können in der Regel umfangreiche Nacharbeiten vermeiden. Nach der Verbesserung von Level 1 auf Level 2 kann im „magischen Dreieck“ von Qualität, Funktionalität und Einhaltung des Zeitplanes in der Regel ein Ziel (meist der Zeitplan), manchmal auch zwei Ziele, recht gut eingehalten werden.
Hier werden die Key Process Areas im Level 2 im Detail aufgeführt.
Level 3: „Defined“
Level 3 weitet den Fokus von der Planung eines einzelnen Projektes auf das gesamte Unternehmen aus. Typische Projektschritte werden für die gesamte Organisation standardisiert; es existiert ein Standard-Vorgehensmodell, das auf die speziellen Projektgegebenheiten angepasst wird. Damit wird es möglich, Erfahrungen aus Projekten anderen Projekten zugänglich zu machen und zu nutzen. Prozessdaten werden aufgenommen und zur späteren Verwendung archiviert. Auch übergeordnete Aspekte, wie z. B. Mitarbeiterfortbildung, werden berücksichtigt.
Für Unternehmen auf Level 3 ist es in der Regel möglich, sowohl den Zeit- und Kostenrahmen als auch die Funktionalität und die geforderte Qualität einzuhalten. Typischerweise ist das auch der Punkt, ab dem Wiederverwendung von Software-Teilen funktioniert, weil die Qualität sowohl der Software als auch der Dokumentation dies zulassen.
Hier werden die Key Process Areas im Level 3 im Detail aufgeführt.
Level 4: „Managed“
Level 4 bezieht auch quantitative Aspekte mit ein: Schätzungen für Aufwand, benötigte Ressourcen usw. fußen auf anerkannten Methoden und werden mit dem Projektfortschritt verglichen, um ggf. eingreifen zu können. Historische Prozessdaten werden verwendet, um Modelle zu kalibrieren und um die Aussagekraft und die erwartete Genauigkeit von Schätzungen beurteilen zu können.
Auf Level 4 steigt die Vorhersagbarkeit der Produktivität, der Prozesse und der Projektergebnisse sowie die Möglichkeit zur Software-Wiederverwendung. Qualitätsmanagement ist Teil des Prozesses und geht über Ex-post-Kontrollen hinaus.
Hier werden die Key Process Areas im Level 4 im Detail aufgeführt.
Level 5: „Optimizing“
Level 5 integriert die kontinuierliche Verbesserung des Vorgehens in die Projektarbeit. Das Ziel ist dabei, mögliche Schwierigkeiten zu antizipieren und von vorneherein zu vermeiden. Die statistischen Ergebnisse aus Level 4 zeigen, welche Prozesse zu verbessern sind. Prozessveränderung selbst wird zu einem normalen Geschäftsprozess.
Unternehmen auf Level 5 integrieren die Softwareentwicklungsprozesse in die gesamte Unternehmensplanung. Unternehmensziele und Softwareprozesse werden vom Management als Einheit geplant und kontrolliert.
Hier werden die Key Process Areas im Level 5 im Detail aufgeführt.
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