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 | |  |  | | Beschreibung |  | Der Quellcode bietet eine gute, weil unmittelbar greifbare Möglichkeit, Qualitätsaspekte zu prüfen. Codierrichtlinien schränken die durch eine Programmiersprache formal zulässigen Programmtexte auf sinnvolle oder wünschenswerte Programmtexte ein. Sie beziehen sich häufig auf Fragen des Layouts (Wahl der Bezeichner, Einrückungen, Kommentierung), manchmal auch auf die Art und Weise der Nutzung bestimmter Konstrukte einer Sprache (z.B. GOTO-Anweisung, Importe, Initialisierungen, Typ-Konversionen). Sowohl positiv als auch negativ formulierte Codierrichtlinien sind möglich. Codierrichtlinien beziehen sich stets auf eine bestimmte Programmiersprache.
Codierrichtlinien sind sinnvoll, weil
- historisch gewachsene Programmiersprachen häufig fehleranfällige Konstrukte zulassen, deren Nutzung durch Richtlinien eingeschränkt werden kann.
- Programmiersprachen den Entwicklern viel Gestaltungsspielraum beim Layout der Programmtexte lassen. Durch Richtlinien kann innerhalb eines Projekts oder eines Unternehmens die Konsistenz der Programmtexte unter diesem Aspekt geprüft und letztlich gesichert werden.
- Dies macht den Code lesbarer und somit verständlicher – vor allem für Wartungsentwickler.
Beispiele für Richtlinien sind:
- Alle Variablen müssen unmittelbar bei Ihrer Deklaration initialisiert werden.
- GOTO-Anweisungen dürfen nicht verwendet werden.
- Vor jeder Funktion muss ein mehrzeiliger Kommentar (der den Zweck der Funktion erläutert) stehen.
- Alle Bezeichner für Klassen beginnen mit einem großen Buchstaben, alle Bezeichner für Variablen mit einem kleinen Buchstaben.
- switch-Anweisungen müssen einen default-Zweig besitzen
Zwei Beispiele für etablierte Codierrichtlinien sind:
Prüfungen auf dieser Ebene vermögen nicht, tiefgreifende Entwurfsfehler und Auslassungen aufzudecken. Ihre Stärken liegen in der Erkennung „kleiner Programmierfehler“, die schlicht aus menschlicher Unpräzision oder Unaufmerksamkeit hervorgehen. Solche Analysen können aufgrund des Umfangs des Quelltexts manuell nur stichprobenartig durchgeführt werden. Zur Durchsetzung solcher Richtlinien ist in jedem Fall die automatische Prüfung notwendig. Entsprechende Werkzeuge gibt es für fast alle Programmiersprachen – hier eine repräsentative und faire Auswahl zu treffen, fällt schwer. Die Suche nach „code convention checker“ in einer beliebigen Internet-Suchmaschine sollte einige Treffer liefern.
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