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 | |  |  | | Beschreibung des Werkzeuges |  | Mit ASP.NET wird ein Entwicklerframework bereitgestellt, das es erlaubt, sehr einfach nach einem objektorientierten Programmiermodell Webanwendungen und Web Services zu erstellen. ASP.NET ist dabei nicht mit seinem Vorgänger ASP (ohne .NET) zu verwechseln! ASP.NET basiert auf .NET und setzt somit immer eine entsprechende Laufzeitumgebung und die passenden Entwicklerwerkzeuge voraus.
Wie funktioniert ASP.NET?
Die Erweiterung wird in den IIS installiert und verarbeitet alle Anfragen an ASP.NET in der Art, dass es diese direkt zu einer ASP.NET-Instanz (Workerprocess) weiterleitet. Die ASP.NET Runtime ist dann wiederum ein „Programm“, das in einer Instanz der virtuellen Laufzeitumgebung von .NET ausgeführt wird.
Dort wird die Anfrage durch den entsprechenden Code verarbeitet (Abbildung, 1+2) und in Form einer HTML-Seite das Ergebnis zum Client zurückgeschickt (Abbildung, 3+4). ASP.NET ist eine Technologie für das Server-Side Programming, ähnlich zu JavaServer Pages.
Wie kann für ASP.NET entwickelt werden?
ASP.NET verfolgt prinzipiell zwei unterschiedliche Entwicklungsansätze. Zunächst besteht die Möglichkeit, den Servercode direkt als Skript in die ASP-Seite zu schreiben (in line – analog zu ASP). Mit diesem Ansatz bewegt man sich wieder auf dem Niveau von ASP mit all seinen Nachteilen, z.B. hinsichtlich der schlechten Nachnutzbarkeit. Wird der Code in line in die Seite geschrieben, heißt Nachnutzung im Wesentlichen copy’n’paste.
Wesentlich eleganter ist der zweite Ansatz – das Code-Behind Modell. Mit dem Code-Behind Modell liegt eine sehr gute Trennung zwischen Präsentation (Seite, Layout etc.), Steuerung (Ereignisbehandlung, Nachrichtenaustausch) und Datenverarbeitung vor. Mit dem Code-Behind Modell lassen sich somit Anwendungen nach dem Model View Controller Design Pattern bauen, was neben der Dekomposition einzelner Programmfragmente gleichzeitig eine Erhöhung der Wiederverwendbarkeit und Wartbarkeit einzelner Teile ermöglicht.
Eine ASP.NET Seite nach dem Code-Behind Modell besteht immer aus folgenden Teilen:
Layoutteil,
Codeteil und
Ressourcenteil.
Der Layoutteil ist dabei eine Datei mit der Endung name.aspx. Sie enthält Formatierungsanweisungen und UI-Elemente und ist quasi der Prototyp der HTML-Ergebnisseite (siehe Abbildung), die nach erfolgreichem Bearbeiten einer Anfrage an einen Client zurückgesendet wird.
Der Codeteil enthält die sog. Code-Behind Klasse mit dem Namen name.aspx.lang. Dabei bezeichnet lang die Dateiextension der jeweiligen Programmiersprache, also z.B. name.aspx.cs für eine Code-Behind Klasse in C# (siehe Abbildung) oder name.aspx.vb für eine Code-Behind Klasse in Visual Basic.NET. Im Codeteil sind die Ereignisverarbeitung sowie Teile der Progammlogik untergebracht. Meistens beschränken sich diese Teile auf die Aufbereitung der Daten für die Präsentation. Jedes Element, das im Layoutteil definiert wurde, findet eine Repräsentation im Codeteil! Die Verknüpfung zwischen diesen Elementen wird in der aspx-Datei mithilfe der Inherits-Direktive (siehe weiter oben) hergestellt.
Zuletzt ist noch der Ressourcenteil (name.aspx.resx) zu nennen. Hier sind Informationen für eine mögliche Lokalisierung, z.B. für mehrsprachige Seiten, hinterlegt.
Zusätzlich zu den bereits von Microsoft zur Verfügung gestellten Ressourcen hat sich inzwischen eine sehr große Internet Community gebildet (z.B. GotDotNet oder ASP.NET). Dort finden sich viele Frameworks, Beispielprojekte, Controls und ähnliches, das die Einarbeitung und Entwicklung von ASP.NET Anwendungen erleichtern kann.
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