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Werkzeug
.NET Enterprise Services
Werkzeug:21840
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Beschreibung des Werkzeuges
Im .NET Framework existiert bis zum heutigen Tage kein mit Glossar COM+ vergleichbarer Applikationsserver (siehe hierzu auch Verfahren - Methode/Technik Application Server Architekturen & Standards). Stattdessen wird der bewährte COM+ Applikationsserver weitergenutzt und durch die .NET Enterprise Services für .NET Anwendungen verfügbar gemacht.

Die Enterprise Services basieren auf der .NET-Seite im Kern auf Werkzeug .NET Remoting (dieselbe Basisklasse MarshalByRefObject) erweitern diese jedoch erheblich. Eine COM+-Komponente kann mithilfe der .NET Enterprise Services wie folgt erstellt werden:

// Sprache: C#
[ObjectPooling(5, 100)]
public class CEnterpriseFoo : ServicedComponent {
    ...
}

Die Klasse ServicedComponent erbt dabei indirekt von MarshalByRefObject und stellt die notwendigen Fähigkeiten zur Anbindung an COM+ bereit. Im Gegensatz zum „echten“ COM+ Programmiermodell werden die Fähigkeiten und Anforderungen an Komponenten nicht mehr in einer IDL (Interface Definition Language) und der Managementkonsole konfiguriert, sondern direkt im Quelltext der Komponenten in deren Metadaten hinterlegt. Das Attribut [ObjectPooling(5, 100)] aus dem obigen Listing führt beispielsweise zu einer Konfiguration, die dafür sogt, dass von dieser Klasse mindestens 5, maximal 100 Instanzen gebildet und in einem Pool abgelegt werden. Natürlich kann diese Grundkonfiguration nachträglich noch durch einen Administrator in der Management-Konsole geändert werden. Jedoch hat nun der Komponentenentwickler die Möglichkeit, funktionsfähige, vorkonfigurierte Komponenten weiterzugeben.

Wie funktionieren die Enterprise Services?
Bei den Enterprise Services muss man jedoch eine Tatsache immer berücksichtigen: Mittel zur Publikation und zum Hosting der Komponenten ist der COM+ Applikationsserver. Die Ausführung der Komponenten erfolgt jedoch immer in einer Instanz der .NET Laufzeit. Die .NET Enterprise Komponenten müssen hier einige Anforderungen erfüllen, wie beispielsweise:
  • Eindeutige, starke, versionierbare Namen,

  • Elemente zur COM-Registrierung im COM+ Katalog (z.B. GUIDs für Interfaces und Applikationen)

  • COM-kompatible Interfaces.


  • Dadurch, dass Enterprise Komponenten im COM+ Katalog installiert und registriert werden, stehen sie auch automatisch Altanwendungen (nicht .NET-Anwendungen) zur Verfügung, sofern sie ein COM-kompatibles Interface anbieten. Beachtet werden muss auch, dass die Kommunikation zu einer Enterprise Komponente bis zu einem gewissen Grad mithilfe von COM+ und somit über das DCOM Protokoll abläuft. Ansonsten übernimmt der Applikationsserver alle Aufgaben für .NET Komponenten, wie z.B. Verfahren - Methode/Technik Transaktionsmodelle, Glossar Sicherheit und MOM - Message oriented Middleware. Die Dienste des Applikationsservers sind dabei für die Komponenten transparent – sie formulieren nur, welche sie benötigen.

    Plattformen
    Windows 2000, Windows XP, Windows 2003
    Hersteller
    Microsoft
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