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Verfahren
Komponenten einer Service-orientierten Architekur
Methode/Technik:21900
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Beschreibung
Eine Service-Oriented Architecture beschreibt im Wesentlichen drei Komponenten:
  1. Service Provider
  2. Service Registries
  3. Service Requestoren


Service Provider
Dabei entsprechen die Service Provider den Dienstleistern. Ein Dienstleister kann entweder eine Softwarekomponente oder ein Dienst-anbietendes Unternehmen sein. Dies hängt im Wesentlichen von der aktuellen Sicht auf die Architektur ab. Ein Service Provider stellt somit im Allgemeinen eine Funktionalität oder eine Ressource und eine korrespondierende Beschreibung zur Verfügung. Die Beschreibung entspricht dabei einem Vertrag (contract). Dieser Vertrag beschreibt die Art und Weise der Interaktion mit dem Dienst (Schnittstellenbeschreibung) und kann darüber hinaus noch weitere Informationen enthalten, die nicht an die konkrete Funktionalität gebunden sind (nichtfunktionale Aspekte).

Registry
Die (Service) Registry ist eine (de-)zentrale Registrierung für die angebotenen Dienste. Service Provider registrieren ihre Dienste bei einer Registrierung mithilfe eines Vertrags (service interface). Eine Registrierung kann dabei unterschiedlich ausgelegt sein. So sind Konzepte wie Verzeichnis-artige Registrierungen á la UDDI gerade im Bereich der Web Services weit verbreitet (siehe Verfahren - Methode/Technik WebServices UDDI). Eine derartige Registrierung ist passiv, sie kann nur Aufträge von Service Providern entgegennehmen (registrieren, updaten, löschen eines Dienstes) oder Anfragen von potenziellen Clients (suche nach Dienstangebot) entgegennehmen.
Aaktive Registrierungen stellen eine weitere Möglichkeit dar, die neben den Aufgaben einfacher Registrierungen weitere komplexe Aufgaben wahrnehmen können. Zu nennen sind hier Konzepte, wie sie beispielsweise in ODP (Open Distributed Processing) mithilfe von Tradern beschrieben werden.
Weitere Aufgaben der Registrierungen sind Kategorisierung und Katalogisierung sowie Priorisierung und Ranking.

Requestor/Client
Service Requestoren sind mit Clients üblicher Client/Server-Architekturen, z.B. aus dem Bereich der betrieblichen Informationssysteme, vergleichbar. Sie kennen lediglich eine (oder mehrere) Registrierung(en), an die sie Suchanfragen nach bestimmten Dienstleistungen stellen können. Die Dienstvermittlung erfolgt dann auf der Basis der registrierten Verträge, die in der Registrierung abgelegt sind. Analog zu Client/Server-Architekturen ist die Diensterbringung für den Client transparent und hinter einer Schnittstelle versteckt.

soatech

Die Komponenten einer SOA können verwendet werden, um eine dienstorientierte Architektur in drei Teilsysteme zu gruppieren (oben stehende Abbildung von links nach rechts):

  1. Dienstnutzung (Client Layer)

  2. Dienstvermittlung (Service Broker)

  3. Diensterbringung (Service Layer)


Gezeigt ist hier ein heterogenes Szenario, das einige Besonderheiten der SOA verdeutlicht. Dienste können nahezu beliebig realisiert sein (rechter Teil der Abbildung). Sie müssen lediglich der Anforderung genügen, ihre Funktionalität über eine normierte Schnittstelle, z.B. eine WSDL-Schnittstelle, anzubieten.

Eine Registry (Service Broker, Mitte der Abbildung) kann administrative Aufgaben wahrnehmen (Katalogisierung, Kategorisierung) und, weitaus wichtiger, die Funktion eines Vermittlers ausüben. Der Service Broker ist eine Indirektionsstufe, die sowohl Plattform-, als auch Ortstransparenz ermöglicht. Die Indirektionsstufe ist gerade für den Dienstnutzer interessant, da sie es ihm ermöglicht, beliebige Dienste an beliebigen Orten zu nutzen. SOAs werden deshalb meistens als lose gekoppelte Architekturen betrachtet.
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