In vielen Unternehmen bilden gewachsene und gealterte Software-Systeme einen zentralen Teil der Geschäftsprozesse ab. Über die hohe Nutzungsdauer sind diese geschäftskritischen Systeme einer sich ständig ändernden Umgebung ausgesetzt und müssen an neue Gegebenheiten, Nachbarsysteme und Anforderungen angepasst werden. Das langfristige Management solcher Groß-Systeme stellt grundlegend andere Anforderungen als kurzfristiges Projektmanagement.
Etwa 30 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft folgten am 10. Juli 2003 der Einladung der TU München und der Initiative ViSEK, um die Herausforderungen in diesem Umfeld zu diskutieren. Vertreten waren kleine, mittlere und große Unternehmen, Software-Häuser genauso wie Firmen unterschiedlichster Branchen, bei denen Software zur Unterstützung des Geschäftstätigkeit eingesetzt wird.
Die Beiträge der Referenten aus der Industrie und von akademischer Seite regten zu einer lebhaften Diskussion an. Zu einigen wichtigen Punkten des langfristigen Anwendungsmanagement herrschte grundsätzliche Einigkeit, wobei die Umsetzung in der Praxis jedoch oftmals als unbefriedigend beurteilt wird. Weitere Aspekte, wie die richtige Aufbau-Organisation der Wartung von Software-Systemen, wurden kontrovers gesehen.
Dieser Tagungsband fasst in Kapitel 4 die wichtigsten genannten Thesen kurz zusammen. In den Kapiteln 5 bis 8 finden sich die vollständigen Präsentationen der Referenten.