 |
 | |  |  | | Beschreibung |  | Ansätze zur Integration von Werkzeugen, die unter dem Begriff Datenmapping zusammengefasst werden, bilden modellierte und gespeicherte Daten getrennt aufeinander ab und erreichen dadurch die gewünschte Integration [ Neu02 ]. Im Unterschied zum Repository- und Datenmodellierungsansatz wird dabei weder eine zentrale Speicherung noch ein in allen Werkzeugen gemeinsames Datenmodell vorausgesetzt.
Das CASE Data Interchange Format (CDIF) [EIA92] bezeichnet eine Initiative, mit der ein Standard zum Austausch von Daten zwischen verschiedenen Software-Entwicklungswerkzeugen bzw. –umgebungen definiert wurde. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Formulierbarkeit des gemeinsamen Datenschemas zum Austausch der entsprechenden Daten und nicht in der Betrachtung des konkreten Speichermediums (z.B. einer Datenbank). CDIF ist in mehreren Schichten aufgebaut. Das CDIF Meta-Meta-Modell beschreibt, welche Elemente in einem CDIF Meta-Modell vorkommen können. Das CDIF Meta-Modell wiederum beschreibt, welche Elemente in einem konkreten CDIF-Modell auftreten können. Über dessen Instanziierung können die eigentlichen Daten ausgetauscht werden. In CDIF werden Meta-Modelle für mehrere Bereiche vordefiniert, z.B. für E/R-Modelle und Datenflussdiagramme. CDIF kann dazu benutzt werden, ein unabhängiges Modell zum Austausch von Daten zwischen zwei Werkzeugen zu definieren, die unabhängig voneinander PCTE benutzen. Alternativ können auch andere Repositories mit eingebunden werden. Hierfür ist es notwendig, die konkret (z.B. in PCTE) spezifizierten Modelle in ein geeignetes CDIF-Modell zu überführen. Die eigentliche Überführung der Daten erfolgt durch ein Exportieren der Daten des Quellsystems in einem speziellen Transferformat, das über die eigentlichen Daten hinaus Zusatzinformationen beinhaltet, die zum Importieren auf der Zielsystemseite genutzt werden können.
Aktueller als CDIF ist XML (Extensible Markup Language) [XML04]. XML ist eine aus dem Web-Umfeld stammende Meta-Sprache, die ähnlich wie CDIF zur Abbildung zweier Formate aufeinander eingesetzt werden kann.
Lefering [Lef95] setzt im Kontext des IPSEN-Projekts (Integrated Project Support Environment) ein Mapping von Daten auf feingranularer Ebene ein. Dies bedeutet, dass die syntaktischen Strukturen der beteiligten Dokumente bekannt sind und miteinander in Verbindung gesetzt werden. Solche Abbildungen sind stets paarweise definiert, so dass es möglich ist, eine Abbildung von Datenflussdiagrammen auf die dazugehörigen Datenbeschreibungsdokumente zu definieren. Hierdurch lassen sich Bezeichner, die in beiden Dokumenten vorkommen, konsistent halten. Den Ausgangspunkt bildet die Definition einer Abbildungsvorschrift zweier Sprachen aufeinander. Aus dieser gewinnt Lefering anschließend Werkzeuge, die in der Lage sind, Dokumente in den jeweiligen Sprachen miteinander abzugleichen. Diese Werkzeuge bauen als Besonderheit sog. Transformationsdokumente auf, die eine Beschreibung der erfolgten Abbildung enthalten. Hierdurch lässt sich die Abbildung nachvollziehen und ist in Teilen sogar umkehrbar. Verkamo und Lindén skizzieren in [VeLi95] ebenfalls einen Ansatz, der eine feingranulare Umsetzung von Dokumenten vornimmt. Im Vergleich zu Lefering gehen sie jedoch eher konventionell vor und generieren aus den Syntaxbeschreibungen der aufeinander abzubildenden Sprachen einen Transformator, der aus einem Parser, einem Mapper und einem Unparser besteht.
Literatur:
[EIA92]
Electronic Industries Alliance (EAI): Introduction to CDIF – The CASE Data Interchange Format Standards, CDIF Technical Committee, London, 1992.
[Lef95]
Martin Lefering: Integrationswerkzeuge in einer Softwareentwicklungsumgebung, Dissertation RWTH Aachen, Shaker-Verlag, 1995.
[VeLi95]
A. Inkeri Verkamo, Greger Lindén: Problems in Interfacing Tools of Different Development Environments, In: Proceedings of the 7th International Conference on Software Engineering and Knowledge Engineering, S. 429-437, University of Pittsburgh, 1995.
[XML04]
W3C XML Working Group: Extensible Markup Langage (XML) 1.0 Third Edition, REC-xml-20040204, W3C, 2004. URL: http://www.w3.org/TR/REC-xml/ |  |
 | |  |  | |  | |  | |  |  |  | | Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben. |
|
|  | |  |  |   | Übergeordnet |  |  |  | |  |  |  |  |  | Datenmapping |  |  |  |  |  | Literaturhinweise |  |  |  | |  |  |  |  |  | Weitere Themen |  |  |  | |  |  |  | Glossar |  |  |  | |  |  | |  |  |  |  |  |  |
|