Der Rational Unified Process (RUP) wurde von der Firma Rational Software entwickelt. Der RUP unterteilt den Entwicklungsprozess in verschiedene Phasen ein, die wiederum aus Iterationen bestehen. Über diese Phasen werden acht Disziplinen parallel durchgeführt (siehe folgende Abbildung).
Die Belange des Konfigurationsmanagements sind im RUP in der Disziplin "Configuration & Change Mgmt" (Konfigurations- und Änderungsmanagement) zusammengefasst.
Aufgaben der Konfigurationsmanagements im RUP sind zu Beginn des Projekts:
Weiterhin definiert der RUP bestimmte Dokumente und Rollen, die dem Konfigurationsmanagement zugeordnet werden.
Fazit
Der RUP macht wie das V-Modell in allen Bereichen der Softwareentwicklung Vorgaben. Vor allem die Dokumentvorlagen sind sehr konkret. Die Methodenbeschreibungen sind in das generelle Vorgehensmodell eingebunden, werden jedoch nicht so konkret wie beim V-Modell ausgeführt.
Im Vergleich zum V-Modell ist der RUP jedoch nicht so umfassend bezüglich der organisatorischen Vorgaben. So macht er beispielsweise keinerlei Vorgaben wie die Konfigurationseinheiten, die Produktstruktur oder die Bezugskonfigurationen zu bilden, dokumentieren und verwalten sind.
Eine Anpassung des RUP an das Projekt/Unternehmen ist praktisch immer unerlässlich. Im Vergleich zum V-Modell ist der RUP etwas pragmatischer, wenn auch in seiner Struktur komplexer.