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 | |  |  | | Beschreibung |  | Vielen Agilen Methoden liegen die Prinzipien des Agilen Manifests zugrunde. Im Jahre 2001 trafen sich führende Vertreter der Agilen-Bewegung und verabschiedeten folgenden Text:
„Wir entdecken bessere Wege zur Entwicklung von Software, indem wir Software entwickeln und anderen bei der Entwicklung helfen. Durch diese Tätigkeiten haben wir gelernt, dass uns
- Individuen und Interaktion wichtiger sind als Prozesse und Werkzeuge
- Funktionierende Software wichtiger ist als umfangreiche Dokumentation
- Kooperation mit Projektbetroffenen wichtiger ist als Vertragsverhandlungen
- Reaktion auf Änderungen wichtiger ist als Festhalten an einem starren Plan
Natürlich sind auch die Dinge rechts wichtig, aber im Zweifelsfall schätzen wir die linken höher ein.“ (Übersetzung aus Agility Kompakt, Tipps für erfolgreiche Systementwicklung).
Zu den Vätern des agilen Manifests zählen unter anderem Kent Beck, Alistair Cockburn, Ward Cunningham, Martin Fowler und viele weitere, bekannte Autoren und Berater.
Individuen und Interaktion
Menschen stehen im Mittelpunkt agiler Methoden, sie sind der wichtigste Erfolgsfaktor von Projekten. In allen agilen Vorgehensmodellen wird auf Motivation und gute Zusammenarbeit im Team Wert gelegt. Die Eigenverantwortung der Entwickler und der anderen Projektmitarbeiter wird betont und aktiv gefördert. Das macht die Leichtgewichtigkeit überhaupt möglich. Auf starr reglementierte Prozesse, welche die Menschen aus der Verantwortung nehmen, kann verzichtet werden. Es genügt, nur das Nötigste zu planen und vorzuschreiben.
Funktionierende Software
Laufende Software ist wichtiger als Dokumentation. Nur die nötigste Dokumentation wird erstellt. Agile Methoden propagieren statt einer umfangreichen Dokumentation die direkte Kommunikation im Team und mit dem Kunden. Laufende Software wird in kurzen Abständen an den Kunden ausgeliefert, in der Regel in Abständen von ein bis drei Monaten. Erste Releases werden kurz nach Projektstart ausgeliefert. Feedback und Änderungen erfolgen schnell, dies erspart Teile der Anforderungsdokumentation. Zusätzlich trainiert das Team den Auslieferungsprozess, dieser wird Normalität.
Kooperation mit Projektbetroffenen
Zusammenarbeit mit dem Kunden steht im Mittelpunkt. Agile Methoden binden den Kunden eng ein und nehmen ihn in die Verantwortung. Ein Vertrauensverhältnis und enge Zusammenarbeit sind wichtig. Zum Teil arbeiten Kundenmitarbeiter vor Ort in der Entwicklung mit. Bereits das erste Release muss einen Nutzen für den Kunden haben, daher entscheidet hauptsächlich der Kunde über den Releaseumfang. Das Risiko, dass die Software niemals fertig gestellt wird und dass sie nicht die Anforderungen des Kunden abdeckt, wird damit vermindert. Insgesamt sinkt die Bedeutung von detaillierten Verträgen.
Reaktion auf Änderungen
Während der Projektlaufzeit können sich Änderungen ergeben. Auf diese soll flexibel reagiert werden. Agile Methoden versuchen, flexibel mit Änderungswünschen umzugehen (embrace change). Die Planung und Anforderungsdefinition wird daher von einem kurzen Release zum nächsten erstellt und flexibel gehandhabt, eine Gesamtplanung ist in der Regel grob. |  |
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