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 | |  |  | | Beschreibung |  | Extreme Programming und der Rational Unified Process werden (häufig) den agilen Prozessen zugerechnet. Beide Vorgehensmodelle haben einiges gemeinsam aber auch gravierende Unterschiede:
Herkunft:
XP wurde von mehreren Entwicklern definiert und wird zur Zeit von einer breiten Community aus der Praxis getragen. Der Rational Unified Process ist ein Produkt der Firma IBM-Rational und wird dort kontrolliert und weiterentwickelt.
Grundlegendes Vorgehen:
Beide Vorgehensmodelle sind iterativ. Software wird von Release zu Release vergrößert. XP hat jedoch kürzere Zykluslängen und häufigere Abnahmen durch den Kunden. XP ist zusätzlich evolutionär, insbesondere die Architektur des Systems entwickelt sich erst während des Projekts.
Projektgröße:
XP funktioniert nur in kleinen Projekten, insbesondere wegen der intensiven erforderlichen Kommunikation. Der RUP kann durch Tayloring an Projektgröße und andere Eigenschaften angepasst werden.
Gewicht:
XP ist ein einfaches Vorgehensmodell mit wenig vorgeschriebenen Verfahren und Ergebnissen. Beck beschreibt es vollständig auf gerade 200 Seiten. Der komplette RUP ist komplexer (es werden beispielsweise knapp 30 Rollen definiert). Nur Teile des RUP werden in Projekten verwendet (Tayloring). Der RUP ist ausgearbeitet und umfassend HTML dokumentiert, er bietet viele Hilfestellungen in Form konkreter Anleitungen, Best-Practices und Dokument-Templates.
Architektur:
XP entwickelt eine Architektur evolutionär. Von einem ersten Durchstich (Architectural Spike) und einer fachlichen Systemmetapher ausgehend, wird die Architektur kontinuierlich verbessert. Der RUP ist architekturzentrisch, die Gesamtarchitektur wird am Anfang eines Projektes vollständig entworfen und dient später als dauerhaftes Gerüst der Software.
Anforderungen:
XP erfasst Anforderungen umgangssprachlich als User Stories. Diese werden ohne große Zwischenschritte in Code umgesetzt. Änderungen finden über neue und geänderte User Stories Eingang in Folgereleases. Anforderungen werden von den vor Ort befindlichen Kunden erhoben. Der RUP kennt ausführliche, qualitätsgesicherte Anforderungsdokumente. Die Befragung aller Stakeholder wird sicher gestellt. Änderungen werden in der Regel restriktiver gehandhabt, z.B. über ein Change-Request-Verfahren.
Menschen und Prozesse:
XP stellt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen, insbesondere Eigenverantwortung ist wichtig. Der RUP fokussiert einen definierten Prozess, der von der persönlichen Verantwortung einzelner unabhängiger ist. |  |
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