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Verfahren
Agiles Konfigurationsmanagement
Methode/Technik:23714
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Beschreibung
Agile Entwicklung ist durch zwei Grundsätze gekennzeichnet (vgl. Literatur Highsmith):
  1. Es wird ausschließlich das Nötigste umgesetzt und einfache (Verfahrens-) Regeln werden fest vorgeschriebenen detaillierten Prozessen und Verfahren vorgezogen.

  2. Das Projekt wird nicht über die Stimmigkeit mit dem Plan kontrolliert, sondern anhand des Geschäftsnutzens.

Wie diese Prinzipien mit dem Konfigurationsmanagement vereinbar sind, ist Gegenstand dieser Seite.

Je größer und schneller die Veränderungen in der Entwicklung voran schreiten, desto stärker ist die Notwendigkeit die Änderungen und Entscheidungen später nachvollziehen oder auch rückgängig machen zu können. In der agilen Entwicklung ist somit das Konfigurationsmanagement ein fester Bestandteil des Nötigsten und auch Voraussetzung sowie moralische Stütze. Denn wenn jederzeit die Möglichkeit besteht auf einen älteren Stand zurückkehren zu können, ist es einfacher agil zu entscheiden.

Weiterhin bedeutet agile Entwicklung nicht ohne Regeln und Richtlinien zu entwickeln. Vielmehr werden, wie bereits erwähnt, einfachere Regeln im Vergleich zu schwergewichtigen Vorgehensmodellen bevorzugt, die nötigenfalls schneller geändert werden können.

Aus diesen beiden Gründen wird deutlich, dass agiles Konfigurationsmanagement die gleichen Prinzipien verfolgen muss, wie sie bereits auf der Seite Organisation und Planung des KM dargestellt wurden. Unterschiede zwischen agilen und nicht agilen Konfigurationsmanagement sind in der Komplexität des Konfigurationsmanagementsystems sowie der Vielfältigkeit der anzuwendenden Methoden zu finden. Hier zeichnet sich agiles Konfigurationsmanagement durch Leichtgewichtigkeit aus.

Ein weiterer Gesichtspunkt, der agiles Vorgehen fördert, wird in folgendem Zitat thematisiert:

"People tend to follow processes more closely when they understand the rationale behind the processes. Understanding the rationale allows people to make good judgment calls when the process does not precisely cover the situation at hand. It helps to be able to explain the process in terms of the structure it supports. But passing on a complete understanding of the system takes time" (Literatur Appleton, S. 38).

Danach wird die Agilität entscheidend dadurch verbessert, wenn jeder im Projekt nicht nur weiß, was zu tun ist, sondern auch warum. Dies ermöglicht in Ausnahmesituationen ein Abweichen von den Vorgaben des Konfigurationsmanagements ohne negative Auswirkungen. Was mit dem Zitat auch festgestellt wird: Agilität braucht seine Zeit! Um agil entwickeln zu können, bedarf es Erfahrungen und fortlaufender Anpassung.

Damit wird deutlich, dass die Zuwendung zu agileren Entwicklungsmodellen erst nach einer gewissen Zeit Resultate zeigt.

Aus diesen Grundsätzen agilen Konfigurationsmanagements leiten sich Prinzipien ab, die hier vorgestellt werden.
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