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Arbeitsmaterialien
Prinzipien agilen Konfigurationsmanagements
Komponente:23715
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Beschreibung der Komponente
Aus den Grundsätzen agilen Konfigurationsmanagements leiten sich die im Folgenden dargestellten Prinzipien ab. Diese dienen als Orientierungshilfe für den Aufbau eines Konfigurationsmanagements unter agilen Gesichtspunkten.

  1. Die KM-Verfahren müssen durch Werkzeuge unterstützt werden (insbesondere ist ein Versionsverwaltungstool für sämtliche Artefakte zu verwenden).
    Einzelne Schritte in den Verfahren können damit nicht so leicht vergessen werden und die Einhaltung der Verfahren wird damit erleichtert.

  2. Das Konfigurationsmanagement muss regelmäßige Softwareerstellung mit minimalem Aufwand und damit vollständige Integration aller Komponenten (z. B. Daily oder Weekly Build) unterstützen.
    Dies liefert frühzeitig Ergebnisse, sichert die schnellstmögliche Aufdeckung von Integrationsfehlern und stellt höhere Anforderungen an das Konfigurationsmanagement, die damit von Anfang an Berücksichtigung finden.

  3. Sämtliche Versionen aller Artefakte müssen jederzeit einfach rekonstruierbar sein.
    Wenn einmal auf eine ältere Version zurückgegriffen werden muss, ist es immer ein dringlicher Grund. Umständliche oder unmögliche Wiederherstellung älterer Versionen ist dadurch inakzeptabel.

  4. Die im Unternehmen verwendeten Prozesse und Methoden des Konfigurationsmanagements müssen von allen Mitarbeitern, auch bezüglich ihrer Gründe hinter dem eigentlichen Prozess bzw. der eigentlichen Methode, verstanden worden sein.
    Nur dann können sie falls nötig ohne negative Wirkung abgeändert werden. Dies ermöglicht ein flexibleres Vorgehen. Damit ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass ein Unternehmen über verschiedene Methodensets verfügt, die entsprechend der Projekterfordernisse einsetzt werden.

  5. Die Konfigurationsmanagementprozesse und -methoden müssen überall im Projekt gleich gestaltet sein.
    Dies erleichtert zum einen die Forderung, dass alle Projektmitglieder die KM-Prozesse auch verstanden haben müssen. Außerdem vereinfacht es die IT-Infrastruktur (alle die gleichen Tools) und die Projektmitglieder finden sich auch in anderen Bereichen des Projekts schneller zurecht.

  6. Das Konfigurationsmanagement muss parallele Entwicklung zulassen, nicht behindern.
    Dies ermöglicht die Auslieferung früher Ergebnisse, während parallel weiterentwickelt sowie korrigiert werden kann. Außerdem können zumindest vorübergehend verschiedene Weiterentwicklungen ohne große Probleme ausprobiert werden.

  7. Ausrichtung der Branching-Strategie an der Struktur des Produkts.
    Während ein Produkt, von dem mehrere Versionen vertrieben werden, eine Branching-Strategie benötigt, die entsprechend viele Branches ermöglicht, sind bei häufigen Releases eines Produkts wenige Branches von Vorteil, die den Merge-Aufwand minimieren. Daher sollte die Branching-Strategie nicht an den Vorlieben der Mitarbeiter, sondern am Produkt ausgerichtet werden.

  8. Das Konfigurationsmanagement ist regelmäßig zu verifizieren und falls nötig zu ändern.
    Damit wird die Anpassung des Konfigurationsmanagements an das Projekt gewährleistet. Weiterhin stellt es die Aktualität der Konfigurationsmanagementvorgaben sicher. Außerdem wird sich immer wieder intensiv mit dem Konfigurationsmanagement beschäftigt, was das Verständnis fördert.

  9. KM-Werkzeuge und -Methoden sollten Spielräume bieten, um an veränderte Projekterfordernisse einfach angepasst werden zu können.
    Die Auswahl der verwendeten KM-Werkzeuge und -Methoden muss anhand der Projekterfordernisse erfolgen. Außerdem sollten sie mit dem Projekt "mitwachsen" können. Ändert sich beispielsweise im Projektverlauf der Releasezyklus, so sollte der neue Zyklus leicht in die bestehenden KM-Methoden und -Werkzeuge übernommen werden können.
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