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Verfahren
UML Klassendiagramme (Fortsetzung)
Methode/Technik:2576
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Beschreibung
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Die Subklassenrelation erlaubt die Bildung von Gruppen „ähnlicher“ Klassen. Dieses Konzept wird zum Beispiel in der Biologie zur Klassifikation von Tierarten oder hier zur Bildung von Materialgruppen verwendet. In der Imple­mentierungsphase wird dieses Konzept auch zur Wieder­verwendung von Funktionalität und Datenstrukturen eingesetzt. Die Oberklasse „Teil“ in der ersten Abbildung ist abstrakt: Sie dient nur zur Gruppierung der Teil-Objekte, wird aber selbst nicht instantiiert (analog: es gibt kein Tier, das zur Klasse Säuger, aber keiner Unterklasse gehört).

bild2teileganzes

Ein Standardverfahren zur Modellierung von Teile-Ganzes Beziehungen wird verwendet, um zusammensetzte Produkte sowie Teilprodukte zu modellieren: Entsprechend dem Composite Pattern modelliert das Diagramm in der ersten Abbildung ein zusammengesetztes Teil („Baugruppe“) durch die Subklassenbeziehung selbst als Teil, so dass es für eine weitere Komposition mit ande­ren Teilen zur Verfü­gung steht. Dieses Datenmodell ist sehr flexibel und erlaubt, dass Änderungen wie die Erwei­terung um neue Teile oder das Ersetzen eines Teils durch eine Baugruppe oft nur lokale Auswirkungen haben - einer der großen Vorteile echter objekt­orientierter Modellierung. In der heutigen, von Flexibilität und Wandlungsfähigkeit der Produktionsprozesse geprägten Welt ist es notwendig, die Software schon bei der Erstellung auf spätere Ände­rungen vorzubereiten. Gute Softwareentwicklung zeichnet sich durch einen Balanceakt zwischen Flexibilität, Erwei­terbar­keit und Einfachheit des Entwurfs aus.

bild4objsituation

Das Klassendiagramme in der ersten Abbildung drückt weder aus, dass es zwei Lager gibt, noch das jedes Lager nur eine Sorte von Teilen verwaltet. Ersteres lässt sich durch ein Objektdiagramm darstellen, das in der zweiten Abbildung angegeben ist. Dabei wurde ausgenutzt, dass vom Stand­punkt der Datenhaltung aus ein Förderband durch zwei Lager beschrieben werden kann.

bild5akteure

Bis jetzt wurden Klassendiagramme nur zur Daten­modellie­rung verwendet. Die Modellierung der Akteure im Produktionsprozess - Roboter, Ortschalter, und Diskrimi­nator - erfolgt in der dritten Abbildung. Das Interface Montage­anleitung erlaubt es, zum jetzigen Zeitpunkt von der Imple­mentierung von Montageanleitungen zu abstrahieren (nur die Schnittstelle wird definiert) und diese erst in späte­ren Entwicklungsschritten festzulegen.
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