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Verfahren
Architekturbeschreibung: UML RT - Capsules
Methode/Technik:2606
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Beschreibung
Capsule Diagramme dienen der Darstellung der Kompo­nenten (Capsules) und der logischen Kommuni­kations­beziehungen im zu entwickelnden System.

bild11capsulediaggesamt

Das Capsule Diagramm in der ersten Abbildung beschreibt die Archi­tektur des als Anwendungsbeispiel betrachteten Produk­tionssystems. Das zu entwickelnde System wird in die beiden Kompo­nenten Roboter und Förderband zerlegt. Jede dieser Komponenten besitzt mehrere Ports, die Kommuni­kati­onsschnittstellen mit der Umgebung definie­ren. Einem Port wird im Capsule Diagramm eine (von zumeist zweien) durch ein Protokoll definierte Rolle zugewiesen. Proto­kolle spezi­fizieren eine Schnitt­stelle für die Kom­munika­tion.

Das Verhalten einer Capsule wird mit einer Vari­ante von Statecharts spezifi­ziert, die im Wissensbaustein Verhalten: UML-RT Statecharts besprochen wird. Konnek­toren zwi­schen den Ports beschreiben die „logischen“ Kommunika­tions­bezieh­ungen. Diese werden normalerweise direkt in Kommunikationsbeziehungen der Implementierung umgesetzt, können aber auch durch Kommunikation über Dritte oder Busse realisiert werden.

Komponenten können hierarchisch aufgebaut werden: Jede Komponente kann ihrerseits in einem Capsule Diagramm in weitere Komponenten gegliedert sein. Eine hierarchisch zerlegte Komponente kann eine nach außen angebotene Schnittstelle entweder selbst bedienen oder die Bearbei­tung an eine Sub-Komponente delegieren. Im ersten Fall wird ein End-Port mit dem Statechart der Komponente verknüpft. Im zweiten Fall wird ein Relay-Port mit Ports der Sub-Komponente verbunden. Diese hierarchische Zerlegung erlaubt eine beliebige tiefe Schachtelung von Komponenten.

bild12roboter

Die zweite Abbildung zeigt den Aufbau der Roboter-Komponente. Dabei wird ein Entwurfsmuster genutzt, das die Steue­rung des Betriebsab­laufs von der Steuerung der einzel­nen Mecha­nikkomponenten trennt. Die Ablauf­steue­rung bedient sich zur Planung des Montageablaufs der Monta­ge­anleitung. Der Port der Ablaufsteuerung zur Montage­anleitung ist mit der Multiplizität 0-1 verse­hen, da die verbundene Komponente erst bei Bedarf erzeugt wird.

Sowohl der Roboter als auch die Ablaufsteue­rung in der zweiten Abbildung sind Subklassen einer Oberklasse Automati­sierungskomponente. Solche Spezialisie­rungsbeziehun­gen werden nicht in Capsule-Diagrammen sondern wie gewohnt in Klassen­diagrammen ausgedrückt. Die Ober­klasse definiert allge­meine Mechanismen für Wartung und Betrieb von Auto­matisierungskomponenten. Dieses Entwurfs­muster stellt sicher, dass die spezia­lisierte Funktionali­tät jeder Komponente gekapselt wird und nicht durch nachträgliche Integration von Mechanismen für die Wartung ihre klaren Schnittstel­len verliert.

Im folgenden wird daher bei der Entwicklung der Protokolle und State­charts des Systems die spezialisierte Funktio­nalität der Kompo­nenten in die Wartungs-Mechanismen eingebettet.
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