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Verfahren
Anforderungen aus Sicht von CMII
Prozessmuster:26299
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Ausgangssituation
Anforderungen sind eine der drei Kernkonzepte des CMII-Modells. Der Umgang mit Anforderungen nach CMII-Sicht ist somit ein Schlüssel zur Anwendung dieses Modells.
Durchzuführender Prozess
Die treibende Kraft für Unternehmen sind Anforderungen, die in der Mehrzahl von Kunden kommen. Um die Kundenanforderungen zu erfüllen, benötigt das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen, an die wiederum Anforderungen gestellt werden. Für die Produkte und Dienstleistungen werden Produktionssysteme benötigt (bei Software sind dies Rechnerinfrastruktur, Tools, Gebäude, Mitarbeiter und Prozesse für die Projektabwicklung), die ebenfalls Anforderungen unterliegen.

führende Rolle von Anforderungen
Führende Rolle von Anforderungen; Quelle: GfKM

Aus der Erkenntnis, dass alle Produkte und Dienstleistungen und damit auch alle Projekte anforderungsgetrieben sind, folgt, dass ein effizientes Konfigurationsmanagement sich nicht auf die Verwaltung von physischen Teilen oder Softwaredateien beschränken kann. Ursächlicher Auslöser des Systems und seiner Komponenten sind Anforderungen, die zusammen mit den Arbeitsergebnissen und in Abhängigkeit dazu strukturiert und verwaltet werden müssen.

Bei CMII erfolgt die Dokumentation ausschließlich auf Basis von Anforderungen. Damit sind nicht nur die Benutzeranforderungen gemeint, sondern jegliche Information, die mindestens einen Verwender hat.

Kunden definieren ihre Bedürfnisse in Form von Anforderungen, die selten vollständig und oft verklausuliert dokumentiert sind. "Weiche" Informationen, die in Gesprächen mitgeteilt werden sind ebenso bedeutsam und müssen festgehalten (sprich: dokumentiert) werden.

Die Erzeugnisse und/oder Dienstleistungen müssen die Bedürfnisse des Kunden erfüllen. Welche Überlegungen während der Entwicklung letztlich zu dem fertigen Erzeugnis geführt haben, sollte auch in der Form von Anforderungen dokumentiert werden. Meistens jedoch wird nur nachdokumentiert, welche Fähigkeiten ein Erzeugnis hat. Generell gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Umsetzung derselben Fähigkeiten. Weshalb ein Erzeugnis genau so ist, wie es heute existiert, lässt sich ohne die lückenlose Dokumentation auf der Basis von Anforderungen nicht mehr nachvollziehen. Diese Art der Dokumentation sollte bis auf die untersten Ebenen herunter gehen: Welche Gedanken hat sich der Programmierer zu dem Zeitpunkt gemacht, als sich seine Finger bewegten und der Quellcode entstanden ist?
Diese Fragen können nur dann beantwortet werden, wenn auch die Anforderungen an den Quellcode dokumentiert werden bzw. wenn Anforderungen die Erstellung des Quellcodes treiben.

Für eine effiziente Kommunikation ist es allerdings auch notwendig, die als Anforderungen formulierten Informationen wieder zu finden, wenn sie benötigt wird. Wie die Informationen "richtig" strukturiert werden wird auf der Seite Strukturierung von Anforderungen und Entwicklungsergebnissen nach CMII dargestellt.
Ergebnis des Prozessmusters
Anforderungen, ihre Reichweite und ihre Bedeutung für die Software-Entwicklung im Allgemeinen und für das CMII-Modell im Speziellen können erfasst werden.
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