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 | |  |  | | Beschreibung |  | Die Systemstruktur beschreibt die statische Sicht eines verteilten Systems. Sie wird als statisch bezeichnet, weil sie sich während der Laufzeit des Systems nicht ändert. Was sich beim Ablauf ändert sind die Signale auf den Kanälen. Wie die Komponenten auf diese Signale reagieren wird in der Verhaltenssicht des Systems beschrieben. Eine detaillierte und vollständige Beschreibung des Verhaltens von einzelnen Komponenten ist eine schwierige Aufgabe und lässt sich normalerweise nicht in einem einzelnen Schritt realisieren. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zunächst wichtige Interaktionsszenarien zwischen den Komponenten exemplarisch zu beschreiben und erst später eine vollständige Beschreibung des Verhaltens der Komponenten zu geben.
Mittels Interaktionsszenarien wird die zeitliche Abfolge von bestimmten Nachrichten festgelegt. Im Beispiel der Ampelsteuerung wäre ein Szenarium, dass nach drücken des Knopfes durch einen Fußgänger das Signallämpchen aufleuchtet, um dem Fußgänger die Signalanforderung zu bestätigen. Interaktionsszenarien können auch komplexere Abläufe beschreiben, die mehrere Komponenten einbeziehen. Zur Beschreibung solcher Szenarien werden in der Regel Sequenzdiagramme verwendet. Es gibt viele verschiedene Arten von Sequenzdiagrammen, die im wesentlichen die gleichen Konzepte verwenden und sich nur in Details unterscheiden. Gängige Standards sind MSCs (Message Sequence Charts) und Sequence-Diagrams in UML (Unified Modelling Language). AutoFOCUS bietet zur Beschreibung der Interaktionssicht Sequenzdiagramme (Extended Event Traces, EETs).
Sequenzdiagramme haben verschiedene Anwendungsgebiete und können in verschiedenen Phasen des Software-Entwicklungsprozesses für unterschiedliche Zwecke verwendet werden:
- In frühen Phasen kann die Grundfunktionalität des Systems oder das Verhalten in Fehlersituationen beispielhaft beschrieben werden. In der Modellierung der Ampelsteuerung werden EETs zur Beschreibung elementarer Abläufe verwendet.
- Im Verlauf des Entwurfsprozesses können Systembeschreibungen, die durch andere Sichten auf das System gegeben sind, auf die Erfüllung der in EETs geforderten Funktionalität geprüft werden.
- Im Rahmen der Validierung eines Systementwurfs können EETs verwendet werden, um den Ablauf einer Simulation zu protokollieren.
(c) 2000 LMU München, TU München
Die Systemstruktur beschreibt die statische Sicht eines verteilten Systems. Sie wird als statisch bezeichnet, weil sie sich während der Laufzeit des Systems nicht ändert. Was sich beim Ablauf ändert sind die Signale auf den Kanälen. Wie die Komponenten auf diese Signale reagieren wird in der Verhaltenssicht des Systems beschrieben. Eine detaillierte und vollständige Beschreibung des Verhaltens von einzelnen Komponenten ist eine schwierige Aufgabe und lässt sich normalerweise nicht in einem einzelnen Schritt realisieren. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zunächst wichtige Interaktionsszenarien zwischen den Komponenten exemplarisch zu beschreiben und erst später eine vollständige Beschreibung des Verhaltens der Komponenten zu geben.
Mittels Interaktionsszenarien wird die zeitliche Abfolge von bestimmten Nachrichten festgelegt. Im Beispiel der Ampelsteuerung wäre ein Szenarium, dass nach drücken des Knopfes durch einen Fußgänger das Signallämpchen aufleuchtet, um dem Fußgänger die Signalanforderung zu bestätigen. Interaktionsszenarien können auch komplexere Abläufe beschreiben, die mehrere Komponenten einbeziehen. Zur Beschreibung solcher Szenarien werden in der Regel Sequenzdiagramme verwendet. Es gibt viele verschiedene Arten von Sequenzdiagrammen, die im wesentlichen die gleichen Konzepte verwenden und sich nur in Details unterscheiden. Gängige Standards sind MSCs (Message Sequence Charts) und Sequence-Diagrams in UML (Unified Modelling Language). AutoFOCUS bietet zur Beschreibung der Interaktionssicht Sequenzdiagramme (Extended Event Traces, EETs).
Interaktionssicht (Fortsetzung)
(c) 2000 LMU München, TU München
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