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Verfahren
Quasar
Methode/Technik:28804
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Beschreibung
Betriebliche Informationssysteme werden seit über 40 Jahren gebaut. Die Komplexität dieser Systeme ist mit dem Aufkommen des Internet und der immer stärker vernetzten Unternehmens-IT deutlich gestiegen. Der Kosten- und Zeitdruck wachsen kontinuierlich, gleichzeitig sollen Qualität und Änderbarkeit erhalten bleiben. Referenzarchitekturen leisten einen Beitrag zur Senkung der Komplexität, zur Qualitätsverbesserung und der Reduktion der Entwicklungs- und Wartungskosten.

Quasar steht für Qualitätssoftwarearchitektur. Quasar wurde von der sd&m AG entwickelt und definiert Referenzarchitekturen für betriebliche Informationssysteme. Quasar definiert zentrale Begriffe wie beispielsweise Komponente und Schnittstelle. Regeln, Grundprinzipien und Mechanismen der Softwaretechnik werden beschrieben und anwendbar gemacht. Quasar sorgt damit auch für ein einheitliches Vokabular und Entwurfsvorgehen bei Entwicklern und Architekten.

Eine Kernidee beruht auf der Trennung der eigentlichen Anwendung (der Fachlichkeit) von Technik (der Infrastruktur). Auf dieser A/T-Trennung bauen viele Konzepte von Quasar auf.

Quasar beschreibt eine allgemeine Referenzarchitektur für betriebliche Informationssysteme. In Standard-T-Architekturen wird eine Abbildung der allgemeinen Konzepte auf eine konkrete Infrastruktur, wie J2EE oder Microsoft .NET angegeben. Die Standard-T-Architekturen sind technische Referenzarchitekturen. Es gibt daher eine allgemeine Referenzarchitektur, aber viele Standard T-Architekturen, mindestens eine für jede technische Infrastruktur. Quasar sieht ebenfalls fachliche Referenzarchitekturen, die Standard A-Architekturen und Referenzarchitekturen für den Systembetrieb, die Standard TI-Architekturen vor. Die Standard-X-Architekturen dienen als Vorlage für die Architekturen neuer Software-Systeme. Diese Trennung in allgemeine Referenzarchitektur und Standard-T-Architekturen hat den Vorteil, dass die langsam veraltenden zentralen Konzepte der logischen Referenzarchitektur von der schnellen technischen Entwicklung getrennt sind.

Zweite Kernidee ist die Konzentration auf Schnittstellen: für technische und fachliche Komponenten werden zuerst die exakten exportierten und benötigten Schnittstellen festgelegt. Die Schnittstellen beschreiben neben der Aufrufsyntax auch das Verhalten der implementierenden Komponente.

Implementierungen der Schnittstellen sind grundsätzlich austauschbar. Entkoppelung wird damit erreicht, beispielsweise zwischen fachlichen und technischen Komponenten (A/T-Trennung). Die Anwendung ist von der Infrastruktur entkoppelt, beides kann unabhängig voneinander weiterentwickelt und gepflegt werden.

Weitere Informationen finden Sie bei der sd&m AG.
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