Eintrag kommentierenErfahrung zum Thema berichtenEintrag bewerten
Dieser Eintrag wurde im Schnitt mit 0 von 5 Punkten bewertet
Verfahren
Anforderungsermittlung mit der exemplarischen Geschäftsprozessmodellierung (eGPM)
Methode/Technik:30335
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
Beschreibung
Eine wichtige Frage in den meisten IT-Projekten ist die Analyse und Modellierung von Geschäftsprozessen als Grundlage für die Software-Entwicklung und die Einführung neuer Anwendungen. Auf welchen Ebenen und wie detailliert werden die Prozesse aufgenommen? Welche Personen werden befragt und wie werden die Ergebnisse dokumentiert?

Im Rahmen des Migrationsprojektes des Bundesamts für den Zivildienst wurden Geschäftsprozesse zur Dokumentation der fachlichen Abläufe aufgenommen. Während der Modellierung entstanden auch fachliche Begriffsmodelle und ein Glossar. Diese Dokumente werden im Behörden-Intranet zur Verfügung gestellt und dienen als gemeinsame Basis für weitere Modellierungs- und Entwurfsaktivitäten. Neue Erkenntnisse und mit IT-Unterstützung neu gestaltete Prozesse werden fortlaufend in die Dokumente eingearbeitet, um diese aktuell zu halten.

Ziel der Modellierung war nicht die vollständige Abdeckung aller Prozesse. Die wichtigsten Prozesse sollten verständlich für Fachabteilung und IT-Mitarbeiter dokumentiert werden und als Grundlage für weitere Aktivitäten dienen, insb. für die Entwicklung neuer Arbeitsplatzanwendungen. Als leichtgewichtige, flexibel einsetzbare Methode kam die exemplarische Geschäftsprozessmodellierung (eGPM) zum Einsatz.

Die eGPM unterscheidet die drei Ebenen Kooperation – Arbeitsplatz – IT-Interaktion.
  • Die Darstellung ist piktographisch und dadurch sehr zugänglich.

  • Die einzelnen Schritte des Ablaufs erzählen eine Geschichte.

  • Die handelnden Akteure und ihre Arbeitsplätze werden explizit modelliert.

  • Die Arbeitsgegenstände und Unterlagen werden modelliert.
Nach unserer Erfahrung genügen schon wenige Modelle, um wichtige Fragen zu untersuchen und zu klären. Darum bezeichnen wir die eGPM als leichtgewichtig. Schon in mehreren Projekten stellten eGPM-Modelle eine sehr gute Basis für die objektorientierte Softwareentwicklung dar.

Beim Bundesamt für den Zivildienst wurden in Workshops und Einzelinterviews mit den betroffenen Fachabteilungen Modelle in enger Kooperation von Mitarbeitern der C1 WPS und der Behörde aufgenommen. Die erstellten Modelle wurden dann kategorisiert, in Übersichtsdarstellungen nach verschiedenen Gesichtspunkten zur schnellen Auffindbarkeit angeordnet und in einem geregelten Prozess von den Fachabteilungen abgenommen.

Dieses Vorgehen hat sich im Projekt sehr bewährt. Die wichtigsten fachlichen Prozesse konnten verständlich dokumentiert werden. Die Prozess- sowie Begriffsmodelle sowie das Glossar konnten schon als solide Grundlage für die Neuentwicklung von Anwendungen genutzt werden.

Zum Vergrößern bitte klicken
Abbildung: eGPM-Beispiel Kommunalkredit


Links:
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
 Eintrag kommentieren 
 Eintrag bewerten 
 Erfahrung zum Thema berichten 
Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben.
 
Zum Seitenanfang Top Drucken Impressum AGB
Home

VSEK ©2001-2012