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Erfahrung
Erfahrungen mit Generierungstechnologie bei der Firma Delta
Erfahrung:30495
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Beschreibung der Erfahrung
Delta Software Technology (Delta) hatte im Projekt PESOA (Process Family Engineering in Service-Oriented Applications) die Aufgabe übernommen, Generierungstechnologien für Prozesstransformationen zu realisieren. Neben der Generatorsprache ANGIE™ (http://www.d-s-t-g.com/ANGIE) stand vor allem die HyperSenses™-Technologie (http://www.d-s-t-g.com/HS) im Mittelpunkt, ein System sowohl zur Entwicklung wie auch zur Anwendung projektspezifischer Generatoren.

Beispiel-Werkzeugketten für E-Business und Automotive
Das PESOA-Konzept wurde in zwei sehr unterschiedlichen Anwendungsbereichen umgesetzt: Im Bereich E-Business wurde ein Hotelbuchungs-Webservice realisiert, im Bereich Automotive die Steuerung einer Scheibenwischanlage. Entsprechend wurden zwei Werkzeugketten implementiert, in denen der jeweils mit HyperSenses entwickelte Codegenerator eine zentrale Rolle einnahm.
Dabei bestand eine besondere Herausforderung darin, den Quellcode für eine spezifische, außerhalb von HyperSenses konfigurierte, Produktvariante zu erzeugen. Für die jeweilige Produktvariante existierten sowohl Konfigurationsdaten als auch Prozessmodelldaten, so dass es hier zwei alternative Generator-Architekturen gab.
Für das Hotelbuchungs-Beispiel verarbeitete HyperSenses unmittelbar Prozessmodelldaten, in diesem Fall BPMN (Business Process Modeling Notation)-Modelle. Daraus wurden Views und Controller für die auf Ruby on Rails basierende Webservice-Implementierung generiert. Für dieses Beispiel hatte Delta Studenten des Hasso-Plattner-Instituts an HyperSenses ausgebildet, die anschließend die Generator-Implementierung im Rahmen eines Bachelorprojekts übernahmen.
Im Scheibenwischer-Beispiel wurden Konfigurationsdaten nach HyperSenses importiert, die aus der Auflösung eines Entscheidungsmodells resultierten. Daraus wurden C++-Klassen generiert, aus welchen beim Projektpartner DaimlerChrysler die ausführbare Steuerungsapplikation für einen Mikrocontroller erstellt wurde.

Erweiterbarkeit als Philosophie
In beiden Beispielen wurden extern erzeugte Daten nach HyperSenses importiert. Dafür wurde ein Modell-Import als neue HyperSenses-Komponente implementiert. Der Modell-Import ist hochgradig projektspezifisch konfigurierbar, wobei lediglich die Verwendung von XMI (XML Metadata Interchange) als Input-(Meta-)Format vorausgesetzt wird. An dieser Stelle, ebenso wie bei anderen technischen Erweiterungen, z.B. einer "Produce Factory" zur Batch-Verarbeitung mehrerer Generierungsaufgaben, kam die Generatorsprache ANGIE zum Einsatz. In diesem Zusammenhang sind Schnittstellen für HyperSenses realisiert worden, die auch künftig verschiedenste Erweiterungen ermöglichen. Im Ergebnis kann HyperSenses heute noch flexibler an konkrete Projekte angepasst werden.

Automatisierung lohnt sich
In beiden realisierten Beispielen war zu beobachten, dass der Aufwand innerhalb des Domänen-Engineerings wie des Anwendungs-Engineerings von Phase zu Phase größer wurde. Umso wichtiger war es, in den jeweiligen Implementierungsphasen mit HyperSenses eine Werkzeugunterstützung für die Entwicklung und den Einsatz des Codegenerators zu besitzen. Speziell im Domänen-Engineering lohnt sich eine Investition in einen möglichst hohen Automatisierungsgrad, da sich diese – im Gegensatz zum Anwendungs-Engineering – in Bezug auf die Gesamtheit aller erstellten Produkte rechnen muss.

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