In dieser Komponente werden speziell Risiken behandelt, die auftauchen können, wenn Ziele und Anforderungen für ein Projekt unklar definiert sind bzw. sich ändern.
Wenn man nicht genau weiß, wohin man will, kann man weder den Weg zeigen noch danach fragen. Auch lässt sich nicht der Erfolg eines Projektes feststellen, wenn kein definiertes Ziel existiert. Ein Ziel gibt der Arbeit einen Sinn und ist somit auch Basis der Motivation. Ein klares Ziel ist somit eine Grundvoraussetzung für jedes Projekt. Diese Aussagen mögen selbstverständlich sein, leider gibt es aber heute noch viele Projekte, in denen das Projektziel nicht eindeutig definiert ist.
Ein Projekt startet meist mit einer Vision, einem Wunsch, einem guten Vorsatz oder einer Absicht. Diese mögen am Anfang eines Projektes auch nur vage formuliert worden sein. Das ist auch in jedem Projekt normal. Daraus klare Zieldefinition zu formulieren ist die Aufgabe des Projektleiters am Anfang des Projektes. Da dies nicht unbedingt einfach ist und man sich in manchen Projekten erst über die Ziele und Nicht-Ziele klar werden muss, kann ein Ergebnis der ersten Aktivitäten des Projektes diese klare Definition der Projektziel sein.
Diese sollten in einem Vision document definiert bzw. festgehalten werden.
Dieses Dokument kann je nach Situation einen Umfang von 2 bis 300 Seiten haben. Normalerweise sind es aber wenige, etwa um die 10 Seiten.
Hierbei können unter anderem folgende Risiken bestehen, wobei zusätzlich mögliche Gegenmaßnahmen genannt werden:
Projektziele werden von den Beteiligten nicht oder zu wenig verstanden und akzeptiert.
Gegenmaßnahmen
Ziele schriftlich formulieren (in einem »Vision document«)
Ziele konkret definieren, keine Spielräume über die Vorstellung des Endergebnisses offen lassen