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Verfahren
Meta-Object Facility (MOF)
Methode/Technik:7116
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Beschreibung
Die Meta-Object Facility (MOF) Spezifikation beschreibt eine abstrakte Sprache und ein Framework zur Verwaltung von plattformunabhängigen Metamodellen. Beispiele solcher Metamodelle sind die Unified Modeling Language (vgl. UML 1.x Überblick), das Common Warehouse Metamodel (CWM) und die MOF selbst.

Zur Verwaltung wurden zudem Richtlinien für die Implementierung von Repositories spezifiziert, die Metadaten (Modelle) gemäß der Metamodelle verwalten können. Diese enthalten z.B. Technologieabbildungen zur Transformation von Metamodellen auf Metadaten APIs, die bereits erfolgreich zur Abbildung von MOF Meta-Metamodellen und des UML-Metamodells zur Darstellung von MOF Metamodellen auf CORBA APIs angewandt wurden.

Die MOF Spezifikation enthält somit

  • eine Abbildung von MOF Metamodellen auf CORBA IDL zur Erstellung von IDL (Interface Definition Language - eine Notation zur Beschreibung von Schnittstellen) Schnittstellen, welche die Verwaltung der Metadaten ermöglichen,
  • eine Menge von CORBA IDL Schnittstellen zur Verwaltung von Metadaten unabhängig vom Metamodell,
  • eine Menge von CORBA IDL Schnittstellen zur Darstellung und Verwaltung von Metamodellen und
Grundsätzlich bestehen MOF und UML aus unterschiedlichen Konstrukten, allerdings wird momentan eine Teilmenge der UML Konstrukte (in einem sog. UML-Profil) zur Spezifikation von MOF-Metamodellen verwendet. In der Zukunft wird es vielleicht daher ein UML-Metamodell geben, welches dieses Profil inkludiert (Unterschiede zwischen UML und MOF vgl. MOF-Spezifikation (www.omg.org/cgi-bin/doc?formal/2002-04-03), Seite 17 und 18 bzw. 19). Die Hauptunterschiede zwischen den beiden Modellierungsalternativen ergeben sich dabei aufgrund des unterschiedlichen Anwendungsfokusses. Während das MOF einfacherere, direkt zu implementierende Konstrukte zur Metamodellmodellierung benötigt stellt die UML eine allgemeine grafische Notation zur Erstellung von Systemen dar.

Der Mapping Ansatz zur Instanziierung von MOF Metamodellen und Metadaten im Kontext einer gegebenen Implementierungstechnolgie vollzieht sich dann wie in der folgenden Abbildung zu erkennen.


Abbildung 1: MOF-Mapping (Klicken für vergrößerte Darstellung)

Durch das "abstract Mapping" (M3 nach M2) wird zunächst das abstrakte "Application Metamodel" beschrieben, welches direkt durch IDL und XMI Mapping in applikationsspezifische Schnittstellen und DTDs umgesetzt wird. Dann wird im Rahmen des "abstract Mapping" die logische Struktur weiter auf den M1 Level abgebildet, wobei nun die abstrakte IDL und die XMI DTD durch passende Corba Objekte und XML Dokumente gefüllt werden. Somit kann das "Application Metamodel" leicht angepasst werden, da die IDL und DTD bzw. deren Instanzen leicht automatisch generiert werden können.

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