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Verfahren
Prozess zur Modellbildung
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Durchzuführender Prozess
Grundvoraussetzung jedes Messens ist eine Vorstellung über das, was vermessen werden soll. Aufgrund begrenzter menschlicher Wahrnehmungskapazitäten lässt sich stets nur ein kleiner Ausschnitt der realen Welt aus einem bestimmten Blickwinkel betrachten. Die Formulierung dieser Sichtweise ist Aufgabe eines Modells.

Im Kontext des Messens treten verschiedene Arten von Modellen für verschiedene Verwendungszwecke auf. Ganz allgemein ist ein Modell eine Abstraktion, die von überflüssigen Details Abstand nimmt und einen Gegenstand aus einer bestimmten Perspektive präsentiert. Ein Qualitätsmodell für Software abstrahiert von zur Beurteilung der Qualität überflüssigen Details wie Implementierungssprache und Plattform, auf welcher die Software ausgeführt wird. Es treten ausschließlich Merkmale in den Vordergrund, welche den Grad der Erfüllung von Nutzeranforderungen beschreiben. Ein Kostenmodell fokussiert den Blick dagegen auf Kennzahlen wie Produktumfang und Produktivität und erlaubt es, Vorhersagen bezüglich der Kostenstruktur eines geplanten Projektes zu machen.

Die Definition eines Maßes legt im Allgemeinen ein bestimmtes Produktmodell des Untersuchungsgegenstandes zu Grunde. Das Modell ist aus folgenden Gründen notwendig:
  • Fokussierung: Interessante Aspekte des Untersuchungsgegenstandes können betont, während andere ausgeblendet werden.


  • Kommunikation: Durch das explizite Erfassen relevanter Aspekte wird unter allen Beteiligten ein gemeinsames Bild davon geschaffen, was eigentlich vermessen werden soll.

Das Modell bildet den Definitionsbereich der durch ein Maß festgelegten Abbildung. Die Modellbildung erfolgt in der Praxis häufig implizit und ohne die notwendige Sorgfalt. Während beim Messen im Alltagsleben die Modelle häufig klar sind, ist dies bei Software nur selten der Fall. Es gibt zu selten eine allgemeingültige Vorstellung über die Bedeutung eines Begriffes. Allein der Begriff „Größe eines Programms“ kann auf vielfältige Weise verstanden werden: im Sinne von Länge oder Komplexität oder Funktionsumfang. Ein Modell legt genau fest, welche Merkmale eines Gegenstandes wie betrachtet werden.

Um die Anforderungen an Modelle optimal zu erfüllen, kann folgender einfacher Prozess zur Modellbildung ausgeführt werden:

 1. Umgangssprachliche Definition
 2. Grafische Repräsentation
 3. Beispielabstraktion entwickeln

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